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Evangelisch-lutherische Kirchengemeinden Salzgitter Thiede und Salzgitter Immendorf
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Thiede

Thiede

Herzlich willkommen!
Ev.- luth. Kirchengemeinde St.Georg in Salzgitter- Thiede
Pfarrerin Katharina Pultke
Sankt Georg zu Thiede
Katarina Pulke begrüßt Sie als Gemeindepfarrerin der St. Georg Gemeinde Thiede herzlich auf unsereren Homepage Seiten!

Unsere Kirchengemeinde gehört zur Propstei Salzgitter-Lebenstedt in der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig.
Zur Kirchengemeinde gehören ca. 1800 evangelische Christen.

Viele Legenden ranken sich um Georg, den Namensgeber unserer Kirche. Sie berichten u.a. von einen Bischof Georg von Alexandria, Anhänger des Arianismus, der nach zahllosen Martyrien immer wieder vom Erzengel Michael zum Leben erweckt wurde. Andere Legenden berichten von einem Perserkönig Dadian, der die Martern Georgs unter Diokletian veranlasste. In einer Vision soll Jesus selbst ihm ein sieben Jahre andauerndes Martyrium vorausgesagt haben, wobei er dreimal sterben und auferstehen werde. Einmal sollen ihm 60 Nägel gleichzeitig in den Kopf geschlagen worden sein.
Besondere Berühmtheit erlangte die Legende vom Kampf des Ritters Georg mit einem Drachen, der in einem See vor der Stadt Silena in Lybia hauste und die Stadt mit seinem Gifthauch verpestete. Die Einwohner mussten ihm täglich Lämmer opfern, um seinen Grimm zu stillen. Als keine Tiere mehr aufzutreiben waren, wurden die Söhne und Töchter geopfert. Eines Tages traf das Los die Königstochter - die als Verkörperung der Kirche gelten kann -, die nach Herz zerreißendem Abschied von den Eltern an den See vor der Stadt ging. Da erschien Georg, nachdem er alle Martern überstanden hatte, gevierteilt worden war und von den Cherubim mit Michael wieder zum Leben und zu herrlicher Schönheit gebracht worden war. Als der Drache auftauchte, schwang Georg mit dem Zeichen des Kreuzes die Lanze und durchbohrte das Untier, das zu Boden stürzte. Er veranlasste die Königstochter, den Drachen mit ihrem Gürtel in die Stadt zu ziehen, wo alle die Flucht ergreifen wollten. Georg versprach, den Drachen zu töten, wenn die Leute sich zu Christus bekehrten. Er erschlug den Drachen, vier Paar Ochsen mussten das gewaltige Gewicht des Drachen aus der Stadt schleppen, der König ließ sich daraufhin mit allem Volk taufen.
Georg gehört zu den 14 Nothelfern. Sein Kult und seine Verehrung sind vor allem im Osten verbreitet. Georg wurde zum Symbol der Ritterlichkeit. Er war persönlicher Schutzpatron von Richard Löwenherz und ist Schutzpatron des englischen Königreichs sowie des berühmten Hosenbandordens.  

(Quelle: Heiligenlexikon.de)

Übergang und Wechsel
Liebe Leserin, lieber Leser!
Winter? Nun gut, der ist noch nicht ganz in Sicht. Gerade noch genießen wir den Ausklang des Sommers. Aber der Übergang zum Herbst ist doch deutlich spürbar. Es regnet mal wieder, ganz ungewohnt nach diesem Sommer!

Ein Übergang ist immer eine Zeit der Unsicherheit - vieles verändert sich. Von manchem muss man auch Abschied nehmen, so wie die Gemeinde St. Georg und Immendorf jetzt ihren Pfarrer Kiekhöfer nach langen Jahren gemeinsamen Weges in den Ruhestand verabschieden muss.
Das Neue wird kommen, kann hervorsprießen. Die Pfarrstelle wird 2019 wieder besetzt werden. Aber wie das bei allem Neuen ist: wir wissen noch nicht, was werden wird, wie es sein wird und sich entwickelt. Dennoch gehen wir mutig, gespannt und voller Neugier darauf zu.

Und ein weiterer Übergang zeichnet sich ab: Von einzelnen Gemeinden gehen wir Schritte zu auf einen Gestaltungsraum, mehrere Pfarrpersonen sind jetzt für alle Ortschaften insgesamt zuständig, wenn auch einzelnen Pfarrbezirken zugeordnet.

Gutes bewahren und zugleich Neues wagen – darauf kommt es auch in der Kirche an. Traditionen, die Glaubenszeugen über Jahrhunderte weitergegeben haben, sind kostbare Schätze, die wir hüten müssen. So kann zwar ein Mensch auch ohne die Institution Kirche seinen Weg mit Gott gehen. Aber den Glauben gemeinsam erleben, sich der Inhalte zu vergewissern, das geht sicher nur in der Gemeinschaft und solidarisch in einer gegebenen Form wie der verfassten Kirche.

Und zugleich ich ermutige sehr dazu, neue Formen, die uns den Glauben und die Welt heute deuten, durch Musik, neue Lieder und Sprache izu suchen. Die Konfirmanden haben ihre eigenen Ausdrucksformen, ihren manchmal so ganz anderen, kreativen Zugang. So haben wir es in drei Wochen Konfirmanden-Ferien-Seminar in Südtirol wieder erlebt. Und das macht Freude, das tut gut und belebt.
So setzen sie das auch fort im Unterricht und möchten es teilen mit den anderen Generationen der Gemeinde, auch, indem sie sich am Gemeindeleben beteiligen zum Beispiel durch ihre Teilnahme am Gemeindefest, Treffen mit  dem Seniorenkreis und beim Laternenfest der Stiftsmäuse.

Unsere Gesellschaft befindet sich ebenso in einem Umbruch. Und wir sollten gut Acht geben auf das, was schützenswert ist: Das Ansehen und Würde des einzelnen Menschen, das Recht auf freie Wahlen, den Wohnsitz und Beruf, die Meinungsfreiheit wie auch Pressefreiheit, unabhängige Rechtsspechung,  gewählte parlamentarische Vertretung des Volkes – all das ist ein hohes Gut, das wir erhalten wollen.

Und zugleich müssen wir Neues wagen, sollte es uns doch gelingen, alte, nicht zukunftstaugliche Muster aus den Köpfen zu bekommen und neu zu denken:
Wie soll unsere Zukunft aussehen? Wie kann Vielfalt fruchtbar werden für unser Miteinander? Was brauchen wir zum Glück?
Es ist für alle, die miteinander leben, immens wichtig, so denke ich, die Angst vor dem Anderen, dem Neuen abzulegen. Allein die Solidarität mit denen, die mit uns leben wollen, geteilte Zeit und Hab und Gut werden den Übergang zu einem erfülltem und glücklichen Leben in Frieden für alle gelingen lassen.

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. (2.Timotheus 1,7)
Der Satz steht im Brief an einen Menschen namens Timotheus, der eine wichtige Person in der frühen Kirche war und die Botschaft von Jesus Christus weitergeben sollte. An dieser Stelle wird er aufgefordert, sich auch in einer schwierigen Situation an seine Talente und Gaben, die er mitbekommen hat, zu erinnern und seinem Auftrag treu zu bleiben. Er hat nicht einen verzagten Geist der Furcht mitbekommen, sondern Kraft, Liebe und Besonnenheit – und ebenso auch wir!

Ja, da sind durchaus auch Zweifel und Angst vor der Zukunft, aber laßt uns gemeinsam die Erfahrungen von Kraft und Liebe dagegensetzen. Und mit Besonnenheit im Sinne von Langmut und langem Atem, wird Gott uns gelingen lassen, was er uns vor die Füße legt.

Uns allen einen guten Übergang in das, was kommt, wünscht Ihnen
Pfarrerin Katharina Pultke

Übergang
In diesen sommerheißen Tagen, die morgens noch so frisch beginnen, wenn Celsius-Grade sich hochjagen, nicht nur von Stirnen Bäche rinnen, da stöhnt so mancher in der Glut und wünschte sich den Winter her.
(Ein Wärmespeicher täte gut, dass dann es nicht so kalt mehr wär' …) Und einfach sich mit dem begnügen, was Wetterströmungen uns bringen? Wir sollten's nehmen, wie wir's kriegen und keine Klagelieder singen Schon früh genug wird's wieder kalt! Ein vielstimmiges Wildgansrufen vom Himmel her ist heut' erschallt - Winter schleift schon die Schlittenkufen.

© noé/2015 Alle Rechte bei der Autorin

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